Ist es schon zu spät?

Gern verweise ich hier auf einen Artikel bei Cicero unter der Überschrift “Der Journalismus ist nicht Ryanair”.

Die Insolvenz der Frankfurter Rundschau sollte der Branche eine Mahnung sein. Jetzt rächt sich, dass die Verlage seit Jahren auf den Medienwandel nur eine Antwort kannten: Stellenabbau.

Es ist ein interessantes Lesestück, wenngleich ich nicht alle Ansichten der Autorin – vor allem nicht ihre Einschätzung des Stellenwertes von Lokalseiten – teile. Aber ihr Beitrag regt durchaus zum Nachdenken an.

9 Kommentare zu „Ist es schon zu spät?“

  • owy:

    Die Überschrift ist wohl eher eine rhetorische Frage.

    Leseempfehlung: http://www.blog-cj.de/blog/2012/11/14/zeitungskrise-zeitungsende/

  • Hendrik:

    Ich teile die Einschätzung der Autorin auch gerade hinsichtlich der Einschätzung des Stellenwertes von Lokalseiten.

    Mit einer Einschränkung: Das Monopol wurde durch gute blogs durchbrochen. Und die nicht wenigstens punktuell für einen schmalen Taler und viel Reputation in die Tageszeitungen zu integrieren, halte ich für den größten Fehler überhaupt. Habe große Lust, dass zu bestrafen. Und zu nutzen.

  • Zumal es ja in Dresden auch einen Blog gibt, der aus der Zeitung heraus entstanden ist: das Neustadt-Geflüster – http://www.neustadt-ticker.de/

  • owy:

    Sehr lesenswert:

    http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/mein-lob-der-tageszeitung/

    Bezogen auf die heimischen Zeitungen muss man allerdings noch eines berücksichtigen: Die großen Tageszeitungen hier vor Ort haben alle eine Druckerei auf der Wiese stehen, die sie auslasten müssen – das ist sehr hinderlich, wenn es um die Weiterentwicklung des Produktes geht.

  • owy:

    Und noch einer, ebenfalls sehr lesenswert:

    http://gutjahr.biz/2012/11/zeitungssterben/

    Der weiterführende Link am Ende zu Wolfgang Blau lohnt ebenfalls.

    Gute Nacht!

  • TB:

    In dem von Dir erwähnten Beitrag von Wolfgang Blau – http://www.facebook.com/wolfgang.blau
    (bzw. in seinem eigenen Kommentar dazu) gefällt mir ein Satz besonders:

    “Ihre Leser werden nicht nur von kostenlosen Angeboten ins Netz gelockt, sondern weil sie dort relevantere, spezialisiertere, originellere und damit subjektiv bessere Inhalte finden als in vielen Tageszeitungen.”

    Ich glaube, genau da müssen wir als Zeitungsjournalisten ansetzen. Und ich bin davon überzeugt, dass wir in unseren Zeitungen durchaus Inhalte liefern können, die in ihrer Relevanz, Originalität und Qualität die kostenlosen Angebote aus dem Netz übertreffen.

    Wir müssen nur die richtigen Themen finden und sie entsprechend präsentieren. Dass das möglich ist, zeige ich ja auch in meinen Seminaren.

  • owy:

    Ich würde auch sagen, dass Zeitungsjournalisten durchaus permanent Inhalte liefern, “die in ihrer Relevanz, Originalität und Qualität die kostenlosen Angebote aus dem Netz übertreffen”. Das Problem der Zeitung liegt auch nicht unbedingt in den Inhalten, die nur zum kleinen Teil überflüssig sind – und im schlimmsten Falle falsch oder unvollständig.

    Das Problem in meinen Augen liegt viel eher beim Klammern an das Format und den Vertriebsweg. Und dem hochnäsigen Anspruch, den manche Zeitungsmenschen verinnerlicht haben, dass man sie nicht kritisieren dürfe und dass der Leser dumm und nervig ist. Stichwort: Kommunikation.

    Aber das hatten wir ja schon mal diskutiert…

  • TB:

    Da fällt mir ein und auf, dass wir lange nicht mehr abgehangen haben, Peter ;-)

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